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Bananenbauern protestieren gegen Aldi-Preissenkungsplan

05.11.2018

In Ecuador leisten Bananenbauern Widerstand gegen eine von Aldi angekündigte Preissenkung ab 2019.

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Wir müssen eine gemeinsame Front aller Anbauländer in der Region bilden, um dieses unfaire Vorgehen von Aldi zu stoppen", sagte der Vorsitzende des ecuadorianischen Exportverbandes, Eduardo Ledesma zu der geplanten Preissenkung des Diskonters Aldi, der ab 2019 den Bauern demnach nur noch sieben statt acht Dollar (knapp sieben Euro) pro Kiste Bananen zahlen will. Laut dem Handelskonzern folgt die Preisgestaltung den allgemeinen Marktmechanismen, wo die Lieferanten über festgelegte Ausschreibungsprozesse ein Angebot unterbreiten, welches dann vom Einkauf der Handelsfirma auf seine Markttauglichkeit geprüft wird. Eine konkretere Stellungsnahme zu den Preisverhandlungen gibt es derzeit noch nicht. Im Allgemeinen legt der Konzern aber Wert auf eine faire Handelspolitk wert, zu dem veröffentlichte die österreichische Tochter Hofer Regeln zur Einkaufspolitk von Blumen und Pflanzen. Von welcher Seite sich der Aldi jetzt zeigt, bleibt also spannend. 

Im Allgemeinen ist Ecuador der größte Bananenexporteur der Welt. Aus der Region kommen 75 Prozent aller Bananen weltweit, der Rest stammt etwa aus Costa Rica oder Kolumbien. Ecuador hat seit Jahresbeginn rund 265 Millionen Bananenkisten exportiert, bis Jahresende werden es rund 330 Millionen sein. Die wichtigsten Märkte sind die Europäische Union, dort vor allem Deutschland, und Russland.

Autor: 
Redaktion.Handelszeitung
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