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Diese Herkunftsbezeichnung könnte schon bald der Vergangenheit angehören, weil sich der Anbau nicht mehr lohnt - doch wo kommt das Gemüse dann her?
Diese Herkunftsbezeichnung könnte schon bald der Vergangenheit angehören, weil sich der Anbau nicht mehr lohnt - doch wo kommt das Gemüse dann her?
© Archiv

Heimisches TK-Gemüse in Gefahr?

31.01.2019

Die NÖ Landwirtschaftskammer sowie die Erzeugerorganisation Tiefkühlgemüse ETG schlagen Alarm.

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Schon seit Jahren muss bei Tiefkühlgemüse ein fallendes Preisgefüge verzeichnet werden, während trockene Sommer für Mehraufwand und -kosten auf Seite der Bauern sorgen. Eine wirtschaftliche Erzeugung ist zu den gebotenen Preisen nicht mehr möglich und gefährdet ganze Existenzen. Nun stehen die Tiefkühlgemüseproduzenten mit dem Rücken zur Wand.

Verhandlungsstopp

Statt Verständnis und einem gemeinsamen Konsens gab es bei Verhandlungen mit der Tiefkühlindustrie bis jetzt Unverständnis und harte Fronten. Seit 14. Jänner liegen die Preisverhandlungen auf Eis. Knapp 4.000 Hektar Anbaufläche sind vom derzeitigen Verhandlungsstopp betroffen. Von Grünerbsen bis hin zu Gemüsesoja wird für das Tiefkühlsegment eine bunte Gemüsevielfalt produziert. Während in anderen Branchen Preise und Kosten nach aktuellen Gesichtspunkten nach oben angepasst werden, herrscht im Tiefkühlgemüsebereich seit Jahren ein wahrer Preisverfall.

Aus diesem Grund suchten Vertreter der Produzenten aktiv das Gespräch mit Vertretern der Tiefkühlindustrie. Das Ziel: Jede einzelne Kultur muss für Bäuerinnen und Bauern einen wirtschaftlichen Deckungsbeitrag ergeben, mit dem ein Weiterarbeiten in dieser Qualität möglich ist.

 

Autor: 
Redaktion.Handelszeitung
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