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Ing. Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich
Ing. Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich
© LK NÖ Haiden

Regionalität versus Bio

10.06.2014

Über Sinn und Unsinn des neuen Vermarktungstrends im Lebensmittelbereich diskutierte Accedo-Agentur-Chef Christoph Edelmann mit Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich. Die Kernfrage „Ist Regionalität das neue Bio?“ beschäftigt Handel und Industrie gleichermaßen. „Wir sind für Synergiegespräche mit dem Handel bereit“, so Schultes. Ziel könnte es sein, ein überregionales Label für regionale Produkte zu schaffen. Dabei steht man jedoch völlig am Beginn aller Überlegungen.

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Als Basis für Diskussionen rund um Bio und Regionalität kann eine Studie von A.T.Kearny zu Rate gezogen werden: Die regionale Herkunft, so eine aktuelle Studie des Verbraucherministeriums, ist für 67 Prozent der Deutschen eines der entscheidenden Kriterien beim Lebensmitteleinkauf. Damit liegt sie sogar vor dem Preis (66 %) und der Herkunft aus biologischem Anbau (61 %). Auch eine Umfrage aus dem Hause A.T. Kearney für Deutschland, Österreich und die Schweiz belegt: Über 70 Prozent der Verbraucher kaufen mehrmals im Monat regionale Lebensmittel ein, nahezu die Hälfte sogar wöchtentlich. Dabei nehmen die Österreicher mit rund 60 Prozent eine Vorreiterrolle ein, gefolgt von den Deutschen (47 %) und den Schweizern (41 %). Die Rangliste der beliebtesten regionalen Produkte führen Eier, Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukte an.

Autor: 
Redaktion.Handelszeitung